Beim Zugnieten erfolgt die plastische Verformung der zu vernietenden Teile unter Einwirkung äußerer Zugkräfte während des Nietvorgangs. Die Verformungsstelle befindet sich üblicherweise an einer speziell dafür vorgesehenen Position, und die zuverlässige Verbindung wird durch Einspannen des Grundmaterials an dieser Stelle hergestellt.
Die üblicherweise verwendete Zugnietmutter nutzt diese Niettechnik zur Verbindung mit dem Untergrund. Zum Vernieten wird ein spezielles Nietgerät verwendet, das vor allem bei beengten Platzverhältnissen zum Einsatz kommt, wenn herkömmliche Nietwerkzeuge nicht verwendet werden können.
Derzeit findet es breite Anwendung in der Montage von elektromechanischen und leichten Industrieprodukten wie Automobilen, Flugzeugen, Instrumenten, Möbeln und Dekorationsartikeln. Es wurde entwickelt, um die Nachteile des leichten Schmelzens von Schweißmuttern bei dünnen Blechen und Rohren sowie des leichten Abrutschens von Gewindebohrungen zu beheben. Es benötigt weder Gewindeschneiden noch Schweißmuttern oder festes Vernieten und zeichnet sich durch hohe Effizienz und einfache Handhabung aus.
Der Zugnietprozess ist in der Abbildung dargestellt:
Veröffentlichungsdatum: 01.09.2021

